Vermieter dürfen Mieter nicht eigenmächtig rauswerfen
Vermieter dürfen nach Ende der Mietzeit die Mietparteien nicht eigenmächtig aus der Wohnung werfen, das Schloss auswechseln oder die Wohnung ausräumen. Ziehen die Mieter nicht freiwillig aus, kann die Räumung nur auf gerichtlichem Wege durchgesetzt werden. Die Wüstenrot Immobilien GmbH, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein aktuelles Urteil des Amtsgerichts Lemgo (18 C 369/25) hin.
Im entschiedenen Fall hatte der Vermieter einer Ferienwohnung die Mietpartei gegen ihren Willen aus der Wohnung geworfen und das Schloss ausgewechselt. Das darauf von den Mietern eingeschaltete Gericht gab dem Vermieter in einem Eilverfahren auf, den Mietern sofort wieder den Zutritt zur Wohnung zu verschaffen. Komme er dem nicht innerhalb von zwölf Stunden nach, dürfe ein Gerichtsvollzieher das Schloss austauschen lassen und den Mietern die Schlüssel aushändigen.
Dies müsse der Vermieter auch dann hinnehmen, wenn die Mieter nach Ende der Mietzeit verpflichtet waren auszuziehen. Er dürfe nämlich nicht eigenmächtig eine Räumung vornehmen, sondern müsse dafür gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen. Das Gericht verwies dabei auf die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs. Nach der vorläufigen Rückgabe der Wohnung könne der Vermieter in einem separaten Gerichtsverfahren seinen Räumungsanspruch durchsetzen.
Kornwestheim, 5. Mai 2026
Die W&W-Gruppe
1999 aus dem Zusammenschluss der beiden Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, entwickelt und vermittelt die W&W-Gruppe heute die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Sie verbindet die Geschäftsfelder Wohnen und Versichern mit den digitalen Initiativen und Marken des Konzerns wie Adam Riese und bietet auf diese Weise Kundinnen und Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihnen passt. Dabei setzt die W&W-Gruppe auf den Omnikanalvertrieb, der von eigenen Außendiensten über Kooperations- und Partnervertriebe sowie Makleraktivitäten bis hin zu digitalen Initiativen reicht. Für den börsennotierten Konzern mit Sitz in Kornwestheim arbeiten derzeit rund 13.000 Menschen im Innen- und Außendienst.