Wohnungsüberlassung an Tochter steuerlich nicht anerkannt

Wird eine Wohnung einem unterhaltsberechtigten Kind nicht gegen Geld überlassen, sondern im Rahmen der elterlichen Unterhaltspflichten zum Bewohnen zur Verfügung gestellt, liegt nach Auffassung des Finanzgerichts Düsseldorf (Urteil vom 20.05.15; -Az.: 7 K 1077/14 E) kein steuerlich anzuerkennendes Mietverhältnis vor. Nach Angaben der Wüstenrot Bausparkasse AG, einer Tochter des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische (W&W), könnten somit die Kosten für diese Wohnung nicht steuermindernd als Werbungskosten berücksichtigt werden.

Im entschiedenen Fall besuchte die Mieterin bei Abschluss des Mietvertrags noch das Gymnasium und im Anschluss daran die Universität. Ihr stand Unterhalt zu. Der jungen Frau wurde im Rahmen ihrer Unterhaltsansprüche eine Mietwohnung aus dem Besitz eines Elternteils zum Bewohnen zur Verfügung gestellt. Zwar war im Mietvertrag eine unbare Mietzahlung – also per Überweisung – für diese Wohnung vereinbart; tatsächlich floss aber kein Geld vom Konto der Tochter auf das des Elternteils. Vielmehr sollte die zu zahlende Miete mit den bestehenden Unterhaltsansprüchen verrechnet werden, so die Darlegung vor Gericht.

Dem Finanzgericht war die hier gewählte Vorgehensweise einer unbaren Verrechnung für eine steuerliche Anerkennung zu wenig. Nach Ansicht des Gerichts müssen zur steuerlichen Anerkennung Mietverträge unter Familienangehörigen einem gängigen Mietverhältnis unter Fremden vergleichbar sein. Der hier geschlossene Mietvertrag halte jedoch diesem Vergleich nicht stand. Wesentlich sei dabei insbesondere, dass die vereinbarte Überweisung der Miete in der Praxis nicht stattgefunden habe.

Stuttgart, 8. Dezember 2016

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist „Der Vorsorge-Spezialist" für die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der börsennotierte Konzern mit Sitz in Stuttgart die Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Die rund sechs Millionen Kunden der W&W-Gruppe schätzen die Service-Qualität, die Kompetenz und die Kundennähe des Vorsorge-Spezialisten, für den rund 13.000 Menschen arbeiten. Dank eines weiten Netzes aus Kooperations- und Partnervertrieben sowie Makler- und Direkt-Aktivitäten kann die W&W-Gruppe mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland erreichen. Die W&W-Gruppe setzt auch künftig auf Wachstum und hat sich bereits heute als größter unabhängiger und kundenstärkster Finanzdienstleister Baden-Württembergs etabliert.