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Nachträglicher Abzug der Schuldzinsen kann entfallen

Im Rahmen einer Steuererklärung können Schuldzinsen aus der Vermietung und Verpachtung von Gebäuden geltend gemacht werden – beispielsweise dann, wenn eine Immobilie durch ein Darlehen finanziert wurde und hierfür steuerpflichtige Darlehenszinsen zu zahlen sind. Nach einem Verkauf des Objekts kann unter bestimmten Umständen die steuerliche Anerkennung entfallen – darauf verweist die Wüstenrot Bausparkasse AG, eine Tochter der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe.

In einem vom Bundesfinanzhof (BFH) entschiedenen Fall (Az. IX R 4/17) ging es konkret um zwei Immobilien, die eine Steuerzahlerin erworben und durch aufgenommene Darlehen finanziert hatte. Nachdem sie die Immobilien verkaufte, verwandte sie die Erlöse aus den Verkäufen nicht komplett zur Tilgung der bestehenden Darlehen – mit einem Teilbetrag des erhaltenen Geldes wollte sie stattdessen weitere Immobilien kaufen.

Obwohl somit nur Teile des Verkaufserlöses zur Tilgung der bestehenden Darlehen verwendet worden waren, plante die Steuerzahlerin dennoch, die zu tragenden Schuldzinsen für das Restdarlehen unter dem Punkt „Vermietung und Verpachtung“ steuermindernd geltend zu machen.

Der BFH verneinte aber einen Abzug als Werbungskosten. In seinem Urteil führte er aus, dass durch den Verkauf der Immobilien ein Zusammenhang der Schuldzinsen mit den Einkünften aus der Vermietung und Verpachtung der Gebäude nicht mehr bestehe. Ein Absetzen der Schuldzinsen für das restliche Darlehen im Rahmen der Steuerveranlagung komme daher nicht in Betracht.

Stuttgart, 04. Dezember 2018

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W)

1999 aus dem Zusammenschluss der beiden Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, entwickelt und vermittelt die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe heute die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Als börsennotierter Konzern mit Sitz in Stuttgart verbindet die W&W die Geschäftsfelder Wüstenrot, Württembergische und W&W brandpool als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Dabei setzt sie auf den Omnikanalvertrieb, der von eigenen Außendiensten über Kooperations- und Partnervertriebe sowie Makleraktivitäten bis hin zu digitalen Initiativen reicht. Derzeit arbeiten rund 13.000 Menschen im Innen- und Außendienst für die W&W-Gruppe.