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Finanzieller Ausgleich für Laub aus Nachbars Garten

Grundstückseigentümer müssen bei Bäumen, Sträuchern und Hecken bestimmte Grenzabstände zu den Nachbarn einhalten, die je nach Bundesland in unterschiedlichen Nachbarrechtsgesetzen geregelt sind. Allerdings können die Nachbarn in den meisten Bundesländern nur einige Jahre nach der Pflanzung durchsetzen, dass zu nah stehende Bäume und Sträucher beseitigt werden. Später können sie bei erheblichem Mehraufwand für die Beseitigung des Laubes möglicherweise einen finanziellen Ausgleich verlangen. Die Wüstenrot Bausparkasse, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W), weist auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (V ZR 8/17) hin.

Im entschiedenen Fall wehrte sich ein Grundstückseigentümer in Sachsen gegen hoch gewachsene Bäume des Nachbarn, die direkt an der Grenze zu seinem Grundstück standen und damit den zulässigen Grenzabstand nicht einhielten. Da seit dem Pflanzen der Bäume bereits mehr als fünf Jahre verstrichen waren, konnte er nicht mehr durchsetzen, dass der Nachbar die Bäume beseitigte oder kürzte. Er wollte dennoch die Nachteile nicht hinnehmen, die ihm durch den starken Laubfall und die Verschattung seines Grundstücks entstanden, und verklagte den Nachbarn, ihm einen jährlichen Ausgleich von rund 2.500 Euro zu zahlen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) urteilte, dass wegen der Verschattung des Grundstücks kein Ausgleich verlangt werden könne. Dagegen komme ein Ausgleich in Betracht, wenn Dachrinnen und Abläufe häufiger als sonst von Laub gereinigt werden müssen und der zusätzliche Aufwand das zumutbare Maß übersteige. Dabei komme es auch darauf an, wie viel Laub der Nachbar ohnehin wegen der eigenen Bäume und aus der Umgebung verkraften muss und wie hoch der Mehraufwand im Vergleich dazu ist. Da dies noch nicht recherchiert war, verwies der BGH den Fall an das Oberlandesgericht Dresden zurück.



Stuttgart, 2. Oktober 2018

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist „Der Vorsorge-Spezialist" für die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der börsennotierte Konzern mit Sitz in Stuttgart die Geschäftsfelder Wüstenrot, Württembergische und W&W brandpool als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Die rund sechs Millionen Kunden der W&W-Gruppe schätzen die Service-Qualität, die Kompetenz und die Kundennähe des Vorsorge-Spezialisten, für den rund 13.000 Menschen arbeiten. Dank eines weiten Netzes aus Kooperations- und Partnervertrieben, Makleraktivitäten sowie digitalen Initiativen kann die W&W-Gruppe mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland erreichen. Die W&W-Gruppe setzt auch künftig auf Wachstum und hat sich bereits heute als größter unabhängiger und kundenstärkster Finanzdienstleister Baden-Württembergs etabliert.