Diese Seite verwendet Cookies, um Ihnen als Nutzer das bestmögliche Nutzererlebnis zu ermöglichen.
Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit unserem Einsatz von Cookies einverstanden.

Hund verursacht Fahrradunfall: Hundehalter haftet

Hunde sollte man anleinen, wenn Fahrradfahrer oder andere Personen gefährdet werden könnten. Besonders kritisch ist es, wenn mehrere Hunde zusammen unterwegs sind oder sich begegnen. Kommt es zu einem Jagdspiel zwischen den Tieren, haften alle Halter der beteiligten Hunde, wenn einer der Vierbeiner auf einen Radweg läuft und deshalb ein Radfahrer stürzt. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W), weist auf ein Urteil des Oberlandesgerichts München (10 U 4540/16) hin.

Bei einem Spaziergang lief ein nicht angeleinter Hund der Rasse Retriever auf einen in der Nähe gelegenen Geh- und Radweg. Eine Radfahrerin musste deshalb abrupt abbremsen. Dabei stürzte sie und erlitt eine Schädelfraktur.

Der Fall ging vor Gericht, das sich mit der Frage beschäftigte, inwieweit neben der Halterin des Retrievers auch die Halterin eines Pudels für die Heilbehandlungskosten und den Verdienstausfall der Radfahrerin von über 40.000 Euro einzustehen hatte. Diese war mit ihrem Hund in der Nähe unterwegs, wobei sich die beiden Hunde zeitweise gegenseitig jagten. Laut Gerichtsurteil hätte sich die Halterin des Pudels an den Kosten beteiligen müssen, wenn der Retriever während des Jagdspiels auf den Radweg gelaufen wäre. Ein gegenseitiges Jagen von Hunden laufe nämlich naturgemäß unkontrolliert ab und erhöhe damit die Gefahr eines Unfalles. Daher müssten in einem solchen Fall alle Halter der beteiligten Hunde für die Unfallkosten anteilig aufkommen.

Der genaue Hergang konnte jedoch durch die Zeugen und den Sachverständigen nicht geklärt werden. Es sprach laut der Urteilsbegründung einiges dafür, dass sich der Pudel zum Zeitpunkt des Sturzes der Radfahrerin sitzend ausruhte. Die Halterin des Retrievers hatte daher den Schaden alleine zu tragen. Beide Hundehalterinnen waren im Besitz einer Hundehaftpflichtversicherung. Die Versicherungsgesellschaft der Halterin des Retrievers regulierte den Schaden, sodass diese nicht darauf sitzenblieb.



Stuttgart, 14. Mai 2018

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist „Der Vorsorge-Spezialist" für die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der börsennotierte Konzern mit Sitz in Stuttgart die Geschäftsfelder Wüstenrot und Württembergische als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Die rund sechs Millionen Kunden der W&W-Gruppe schätzen die Service-Qualität, die Kompetenz und die Kundennähe des Vorsorge-Spezialisten, für den rund 13.000 Menschen arbeiten. Dank eines weiten Netzes aus Kooperations- und Partnervertrieben sowie Makler- und Direkt-Aktivitäten kann die W&W-Gruppe mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland erreichen. Die W&W-Gruppe setzt auch künftig auf Wachstum und hat sich bereits heute als größter unabhängiger und kundenstärkster Finanzdienstleister Baden-Württembergs etabliert.