Flexibles Arbeiten erhöht Attraktivität der Immobilie im Grünen

Die Arbeitswelt ist im Umbruch. Nur noch 9 Prozent der Einwohner der Region Stuttgart erwarten, dass im Jahr 2030 die Arbeit vorwiegend im Büro erledigt wird. Die deutlich überwiegende Mehrheit (rund 88 Prozent) geht davon aus, dass die Arbeit flexibel nicht nur im Büro, sondern auch von zu Hause oder von unterwegs erledigt werden wird. Das ermöglicht nach Ansicht der Befragten zwar eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insgesamt aber werden die Menschen mehr arbeiten. Die Studienergebnisse zeigen zudem, dass mit flexiblen Arbeitsmodellen die Attraktivität einer Immobilie im Grünen steigt. Die Mehrheit der Befragten (rund 86 Prozent) geht jedoch nicht davon aus, dass deshalb die Kauf- und Mietpreise in der Stadt sinken werden. Das sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen Kantar TNS-Umfrage in der Region Stuttgart im Auftrag der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W).

Nach Einschätzung der Bevölkerung in der Region (Stadt Stuttgart sowie Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr) wird es den klassischen Arbeitsalltag im Büro 2030 so nicht mehr geben. Nur noch knapp 9 Prozent der Bevölkerung rechnen damit, dass die Büroarbeit vorwiegend im Unternehmen erledigt werden wird. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (rund 51 Prozent) geht davon aus, dass die Arbeit sehr flexibel nicht nur im Büro, sondern auch zu Hause oder von unterwegs erledigt werden wird. Mehr als ein Viertel der Einwohner der Region Stuttgart (rund 27 Prozent) geht davon aus, dass Arbeitnehmer künftig mal im Büro und mal im Homeoffice arbeiten werden. Knapp 10 Prozent der Befragten gehen sogar davon aus, dass sich die Arbeit komplett ins Homeoffice verlagern wird.

Die steigende Bedeutung des Homeoffice wird auch Einfluss auf das Bauen und Wohnen haben. Flexibles Arbeiten erfordert eine hohe Eigendisziplin, deshalb bevorzugt die überwiegende Mehrheit der Befragten (rund 81 Prozent) eine feste Arbeitsumgebung. Knapp 61 Prozent der Einwohner der Region Stuttgart stimmen der Aussage zu, dass ein Arbeitszimmer künftig fester Teil des Grundrisses von Wohnimmobilien werden wird. Dabei liegt die Zustimmung bei den Befragten mit einem monatlichen Netto-Haushaltseinkommen von über 2.500 Euro (rund 68 Prozent) etwas höher als bei der Bevölkerungsgruppe mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von unter 2.500 Euro (60 Prozent).

Der Vorstandsvorsitzende der Wüstenrot Bausparkasse AG Bernd Hertweck: „Das wachsende Ineinandergreifen von Arbeit und Privatleben erfordert auch neue bauliche Lösungen. Oft lässt sich schon mit geringem Mitteleinsatz durch gezielte Umbauten und Modernisierungen Raum für einen Arbeitsplatz schaffen. Ein Bausparvertrag ist hierzu eine ideale Finanzierungsmöglichkeit, da mit ihm gerade auch kleinere Summen günstig finanziert werden können.“

Höhere Arbeitsbelastung – und dennoch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Für 70 Prozent der Befragten wird der Wohnort zunehmend auch Arbeitsort. Knapp 72 Prozent glauben, dass die Menschen dadurch insgesamt mehr arbeiten werden. Diese Meinung vertreten insbesondere Männer (79 Prozent) in einem höheren Maße als Frauen (knapp 64 Prozent), und Befragte aus der Bevölkerungsgruppe mit einem Haushaltsnettoeinkommen von über 2.500 Euro (rund 76 Prozent) ebenfalls stärker als die Bevölkerungsgruppe mit einem Einkommen unter 2.500 Euro (rund 67 Prozent).

Für die Mehrheit der Befragten führen flexible Arbeitsmodelle dennoch zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf (rund 66 Prozent), in noch größerem Maße für die Bevölkerungsgruppe mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 2.500 Euro (knapp 73 Prozent). Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Männer und Frauen diese Einschätzung der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf in etwa gleichem Maße teilen.

Immobilien im Grünen werden attraktiver – besonders für Frauen

Mit flexiblen Arbeitsformen verschmelzen Wohn- und Arbeitsort immer mehr miteinander. 59 Prozent der Befragten gehen deshalb davon aus, dass die Entscheidung, ob Menschen in der Stadt oder auf dem Land leben wollen, nicht mehr von der Arbeitsstelle abhängig sein wird. Rund 71 Prozent der Befragten glauben, dass die Immobilie im Grünen attraktiver wird. Besonders stark ausgeprägt scheint diese Einschätzung bei Frauen zu sein. Hier sind es fast 78 Prozent im Vergleich zu rund 64 Prozent bei den Männern. Auch im Vergleich von Stadt-Bewohnern und solchen, die im Umland leben, zeigen sich hier Unterschiede. Rund 58 Prozent der Stuttgarter erwarten eine höhere Attraktivität des Landlebens. Bei den Menschen, die bereits im Umland leben, liegt der Anteil mit rund 75 Prozent deutlich höher.

Obwohl das Leben im Grünen nach diesen Einschätzungen immer attraktiver wird, gehen nur knapp 13 Prozent der Befragten davon aus, dass dadurch die Kauf- und Mietpreise in der Stadt sinken werden. Mit etwa 17 Prozent sind die Frauen dabei optimistischer als die Männer (rund 9 Prozent). Besonders pessimistisch sind mit nur knapp 7 Prozent diejenigen, die bereits in Stuttgart wohnen, während immerhin etwa 15 Prozent der Menschen aus dem Umland sinkende Kosten in der Stadt erwarten.

Wunsch nach Wohneigentum ist ungebrochen

Wohneigentum ist für die Befragten von großer Bedeutung. Die Hälfte gibt an, sich ihren persönlichen Traum vom Eigenheim bereits erfüllt zu haben. Lediglich etwa 13 Prozent leben lieber flexibel und deshalb bevorzugt zur Miete. Unterschiede gibt es hier insbesondere zwischen Single- und Mehrpersonenhaushalten: Bei Ein-Personenhaushalten (rund 32 Prozent) ist der Anteil derjenigen, die flexibel wohnen möchten, überdurchschnittlich groß. Befragte mit vier und mehr Personen im Haushalt hingegen haben sich den persönlichen Immobilien-Wunsch entweder schon erfüllt (rund 49 Prozent) oder möchten später einmal eine eigene Immobilie besitzen (knapp 29 Prozent). Auch junge Menschen legen Wert auf die eigenen vier Wände. Immerhin rund 34 Prozent der 18-39-Jährigen möchte später einmal eine eigene Immobilie besitzen. Etwa 28 Prozent haben sich diesen Traum bereits erfüllt.

Von denjenigen, die bereits konkret einen Immobilienerwerb planen oder später eine Immobilie besitzen möchten, bevorzugen etwa 68 Prozent der Befragten eine Immobilie auf dem Land. Auffällig hier: Die Zahl derer, die sich eine Immobilie auf dem Land wünschen oder planen, ist auch bei den 18-39-Jährigen hoch (rund 65 Prozent).

Knapp jeder Fünfte der Befragten in der Stadt Stuttgart gab allerdings auch an, sich keine Immobilie leisten zu können, während diese Einschätzung im Umland nur 8 Prozent teilen. Noch einmal Wüstenrot-Chef Hertweck: „Insbesonders viele Stuttgarter geben an, sich kein Wohneigentum leisten zu können. Das zeigt, dass es hier nach wie vor großen Handlungsbedarf gibt. Auch für Durchschnittsverdiener benötigen wir bezahlbaren und modernen Wohnraum, der den Anforderungen künftiger Arbeitsformen gerecht wird – und zwar in Stuttgart und im Umland.“

Methodik: Kantar TNS hat im Zeitraum 7. bis 15. Juli 2017 im Auftrag der Wüstenrot & Württembergische AG insgesamt 500 Personen telefonisch befragt, davon 200 in der Stadt Stuttgart und 300 in den angrenzenden Landkreisen. Die Befragung ist repräsentativ für die Bevölkerung der Region Stuttgart ab 18 Jahren.

Stuttgart, 16. August 2017

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist „Der Vorsorge-Spezialist" für die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der börsennotierte Konzern mit Sitz in Stuttgart die Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Die rund sechs Millionen Kunden der W&W-Gruppe schätzen die Service-Qualität, die Kompetenz und die Kundennähe des Vorsorge-Spezialisten, für den rund 13.000 Menschen arbeiten. Dank eines weiten Netzes aus Kooperations- und Partnervertrieben sowie Makler- und Direkt-Aktivitäten kann die W&W-Gruppe mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland erreichen. Die W&W-Gruppe setzt auch künftig auf Wachstum und hat sich bereits heute als größter unabhängiger und kundenstärkster Finanzdienstleister Baden-Württembergs etabliert.