Wer darf den Hund behalten?

Wenn sich Ehegatten nach ihrer Trennung um gemeinsame Hunde streiten und nicht einig werden, können sie das Familiengericht anrufen. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen des Vorsorge-Konzerns Wüstenrot & Württembergische (W&W), weist auf eine aktuelle Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg (10 UF 1249/16) hin.

Im entschiedenen Fall hatte eine Frau beim Auszug das gemeinsame Auto und sechs Hunde mitgenommen. Ihr Mann rief das Familiengericht an und verlangte das Auto und zwei Hunde für sich. Während des Verfahrens einigten sie sich wegen des Autos und anderer Gegenstände, stritten aber über den Verbleib der Hunde erbittert weiter. Das Familiengericht entschied, dass sämtliche Hunde bei der Frau bleiben durften. Nach Beschwerde des Mannes bestätigte das Oberlandesgericht Nürnberg die Entscheidung.

Laut dem Gericht standen die strittigen beiden Hunde, die die Ehegatten während ihrer Ehe angeschafft hatten, in ihrem gemeinsamen Eigentum. Damit konnte das Gericht sie einem der Ehegatten zuweisen. Allerdings seien die für die Zuweisung von Haushaltsgegenständen geltenden Kriterien nicht anwendbar, da es üblicherweise darauf ankomme, inwieweit ein Ehegatte die Gegenstände für seinen Haushalt benötige. Bei Hunden sei dagegen in erster Linie maßgeblich, welcher Ehegatte am stärksten an den Hunden hängt. Dies ergebe sich in der Regel daraus, wer sich seither überwiegend um die Hunde gekümmert hat. Da beide Ehegatten große Hundeliebhaber waren, orientierte sich das Gericht am Wohl der Hunde. Dabei stellte es darauf ab, dass die Hunde im Rudel lebten und bereits durch die Trennung der Ehegatten und den zwischenzeitlichen Tod von drei Hunden eine einschneidende Änderung durchstehen mussten. Eine Trennung der drei verbliebenen Hunde und ein erneuter Wechsel des Umfelds und der Bezugspersonen würde sie zusätzlich belasten. Daher sei es nach Ansicht des Gerichts am besten für sie, wenn sie im aktuellen Umfeld beieinander blieben.

Stuttgart, 13. Juli 2017

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist „Der Vorsorge-Spezialist" für die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der börsennotierte Konzern mit Sitz in Stuttgart die Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Die rund sechs Millionen Kunden der W&W-Gruppe schätzen die Service-Qualität, die Kompetenz und die Kundennähe des Vorsorge-Spezialisten, für den rund 13.000 Menschen arbeiten. Dank eines weiten Netzes aus Kooperations- und Partnervertrieben sowie Makler- und Direkt-Aktivitäten kann die W&W-Gruppe mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland erreichen. Die W&W-Gruppe setzt auch künftig auf Wachstum und hat sich bereits heute als größter unabhängiger und kundenstärkster Finanzdienstleister Baden-Württembergs etabliert.