Die Geschichte der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) blickt auf eine lange Geschichte zurück und vereint in sich rund 190 Jahre alte Traditionen zweier starker Marken.

2016: W&W AG wird in SDAX aufgenommen

Am 21. März 2016 wurde die Wüstenrot & Württembergische AG von der Deutschen Börse AG in den SDAX aufgenommen. Mit einer Marktkapitalisierung des Streubesitzes von rund 360 Millionen Euro und einem monatlichen Orderbuchumsatz von über 26 Millionen Euro schließt die W&W AG zu den großen Werten im SDAX auf.

2015: Rekordergebnis

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe mit 274,3 Millionen Euro den besten Ergebniswert der Unternehmensgeschichte erzielt. Stärkster Ergebnistreiber war die Schaden- und Unfallversicherung mit einem ganzjährig günstigen Schadensverlauf. Wüstenrot erzielte starke Neugeschäftszahlen in der Baufinanzierung und festigte damit weiter seine Position als Nr. 2 der privaten Bausparkassen in Deutschland.

2011: Gründung der W&W Produktion GmbH

Seit März 2011 unterstützt die W&W Produktion GmbH verschiedene Gesellschaften in der Sachbearbeitung. Von ihrem Standort Berlin aus stellen die Mitarbeiter zusätzlich sicher, dass bei starkem Wachstum die Kunden zeitnah und serviceorientiert bedient werden können.

2009: W&W-Gruppe auf Wachstumskurs

2009 wird die W&W Service GmbH (WWS) gegründet. Sie ist der zentrale Service-Dienstleister der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe.

Im selben Jahr erwirbt Wüstenrot die Victoria Vereinsbank Bauspar AG. Die dadurch hinzugewonnenen Kunden werden von unserem Standort in München aus betreut. Ein Jahr danach übernimmt die Wüstenrot Bausparkasse auch die Allianz Dresdner Bauspar AG in Bad Vilbel (bei Frankfurt), um die Vertriebskraft zu stärken.

2008: Gemeinsamer Markenauftritt

Nach neun Jahren gemeinsamer erfolgreicher Tätigkeit von Wüstenrot und Württembergische gibt sich die Gruppe einen einheitlichen Markenauftritt. Das rote W&W-Quadrat steht seit Februar 2008 für eine gemeinsame Kultur und verbindet beide Traditionsmarken.

2006: Beginn der Neuausrichtung W&W

Mit einem Zukunftsprogramm reagiert die W&W-Gruppe auf Veränderungen des Marktes, des Wettbewerbers und sich ändernde Kundenbedürfnisse. Hierzu zählen auch Maßnahmen des neuen Vorstandsvorsitzenden Dr. Alexander Erdland zur Kostenreduktion und zur Neustrukturierung der Produktangebote.

2005: Die Karlsruher wird Teil der W&W-Gruppe

Im Oktober 2005 schließt sich die Württembergische mit der Karlsruher Versicherungsgruppe zusammen. Seitdem gehört die Karlsruher Lebensversicherung zur W&W-Gruppe.

Im selben Jahr fusionieren die Wüstenrot Hypothekenbank AG und die Wüstenrot Bank AG zur Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank.

2002: Gründung der W&W Informatik GmbH

Aus dem Zusammenschluss der IT-Abteilungen der W&W-Gruppe entsteht die W&W Informatik GmbH. Das Unternehmen ist der zentrale Dienstleister des Konzerns im IT-Bereich. Es entwickelt und betreibt alle IT-Anwendungen innerhalb der W&W-Gruppe und ist verantwortlich für Netze, dezentrale Systeme, Architekturen und Rechenzentren.

2002 dauert das Laden einer Internetseite circa 12 Sekunden. Die durchschnittliche Internetnutzung liegt bei 46 Minuten – das ist heutzutage unvorstellbar.

2001: Fusion mit der Leonberger Bausparkasse AG

Die Wüstenrot Bausparkasse AG fusioniert mit der Leonberger Bausparkasse AG, die bereits seit 1974 mehrheitlich der Württembergischen Versicherungsgruppe gehört.

1999: Gründung des W&W-Konzerns

2000 – der Jahrtausendwechsel steht vor der Tür und die ganze Welt feiert den Beginn eines neuen Zeitabschnitts. Bereits ein Jahr zuvor bricht auch für die Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische eine neue Zeit an. Sie schließen sich zur Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) zusammen.

Zur Erweiterung des Vorsorgesortiments im Bereich der Geldanlage wird die W&W Asset Management GmbH gegründet, die auch Kapital der W&W-Gruppe verwaltet.

1996: Eröffnung des Bauspar-Museums in dem Ort Wüstenrot

Das Museum befindet sich im Wüstenrot-„Stammhaus“, dem ehemaligen Eigenheim des Bausparerfinders und Firmengründers Georg Kropp, dessen Wohn- und Esszimmer im Obergeschoss als erster Verwaltungssitz der „Gemeinschaft der Freunde“ (GdF) diente. In den übrigen Räume der kleinen Doppelhaushälfte, sind Zeugnisse der frühen Entwicklung des deutschen Bausparens und der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg zu sehen.

1991: Beginn Württembergische Versicherungsgruppe

Die Württembergische Feuerversicherung und die Allgemeine Rentenanstalt schließen sich zur Württembergischen Versicherungsgruppe zusammen. Die Württembergische Versicherung AG und die Württembergische Lebensversicherung AG entstehen.

Ein Jahr später tritt die Württembergische erstmals im Fernsehen werbemäßig aktiv als die „Württembergische – der Fels in der Brandung“ auf – bis heute der Slogan der Württembergischen.

1990: Entstehung der Wüstenrot Stiftung

Die Wüstenrot Stiftung entsteht 1990 aus dem Verein „Gemeinschaft der Freunde“, der Gründerin und Trägerin der ersten deutschen Bausparkasse. Die Wüstenrot Stiftung ist über die Wüstenrot Holding AG heute als Mehrheitseigner an der Wüstenrot & Württembergische AG beteiligt.

Nach dem Fall der Mauer wird zudem das Geschäft auf dem Gebiet der neuen Bundesländer wieder aufgenommen. Mit dem „Kraftakt in Kraftfahrt“ ziehen Innen- wie Außendienstmitarbeiter der Württembergischen in einer Wohnmobilflotte ostwärts. In nur acht Wochen verkaufen sie rund 127.000 Policen. Auch Wüstenrot wirbt in den neuen Bundesländern für die Bausparidee.

1974: Kooperation mit der Leonberger Bausparkasse

Die Württembergische Feuerversicherung und die Allgemeine Rentenanstalt starten ihre Kooperation mit der Leonberger Bausparkasse AG. Ein Balkenquadrat symbolisiert die konzentrierte Kraft der drei Unternehmen.

1971: Start der Württembergischen Rechtsschutzversicherung

Die Württembergische wächst weiter: Die Württembergische Rechtschutzversicherung wird gegründet.

1950er Jahre: Hochkonjunktur der Versicherung

Die Wirtschaftswunderjahre sind geprägt von Aufbruchsstimmung, Erfindungen und Technisierung. Die damit einhergehenden neuen Risiken in der Wirtschaft, auf der Straße und in Haushalten führen zu einer Hochkonjunktur der Assekuranz.

1949: Gründung der Hausbau Wüstenrot

Die Folgen des jahrelangen Krieges zeigen sich auch in der Wohnungssituation. In den noch oder wieder intakten Wohnungen leben oft mehrere Familien eng zusammengepfercht. Die Menschen sind froh, wenn sie ein Dach über dem Kopf haben. Nichts ist daher wichtiger, als schnell Wohnraum zu schaffen. Um dabei mitzuwirken, gründet die GdF als erste private Bausparkasse ein Wohnungsunternehmen – die gemeinnützige Hausbau Wüstenrot. Diese erstellt bereits 1949 die ersten „Eigenheime auf der Etage“ – die Vorläufer der später millionenfach gebauten Eigentumswohnung. Das Bild zeigt in Ludwigsburg erbaute Eigentumswohnungen aus dem Jahr 1952.

Seit dem Zusammenschluss mit der Wüstenrot Städtebau- und Entwicklungsgesellschaft mbH im Jahr 2001 firmiert das Unternehmen unter dem Namen Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH.

1930: Umzug nach Ludwigsburg

Der bisherige Firmensitz in Wüstenrot wird für die Mitarbeiter der Bausparkasse zu eng. Hinzu kommen andere Mängel wie mangelnder Wohnraum und die damals noch schlechte Verkehrs- und Postanbindung des Walddorfs. Geschäftsführung und Aufsichtsrat der mittlerweile in eine gemeinnützige GmbH umgewandelten Bausparkasse beschließen daher im August 1928 den Wegzug aus Wüstenrot. 1930 werden die Gebäude in Ludwigsburg bezogen. Die Bausparkasse entwickelt sich bald zum größten und wirtschaftlich stärksten Unternehmen der Stadt. Zur Erinnerung an den Ort der Gründung, der schon damals der Inbegriff des Bausparens ist, nimmt das Unternehmen „Wüstenrot“ in seinen Namen auf und firmiert von nun an viele Jahre als „Bausparkasse GdF Wüstenrot“.

1924: Der erste Bausparvertrag und Herausgabe der Bauspar-Zeitschrift Mein Eigenheim

1924 ist das Gründungsjahr der Bausparkasse Wüstenrot. In diesem Jahr wird Deutschlands erster Bausparvertrag für Johannes Rau, einen Eisenbahnoberinspektor aus Heidenheim, ausgestellt. Das Zuteilungsverfahren der GdF Wüstenrot während der ersten Jahre ist außergewöhnlich: Immer wenn genügend Geld in der Kasse ist, wird per Losverfahren entschieden, welche Bausparer den Zuschlag zum Hausbau erhalten. So werden am 29. Juli 1925 die ersten 362.000 Reichsmark während einer Pfarrertagung durch Los an die Bausparer verteilt.

1921: Gründung des Vereins „Gemeinschaft der Freunde“

Im Mai 1921 wird auf Initiative von Georg Kropp der Vorläufer der Wüstenrot Bausparkasse – damals „Gemeinschaft der Freunde“ (GdF) – mit Sitz im württembergischen Ort Wüstenrot gegründet. Ziel ist es, "ein Verein [zu sein], welcher auf rein gemeinnütziger, bodenreformistischer Grundlage die Schaffung von Wohngelegenheiten und Altersheimen für die Allgemeinheit anstrebt." Er möchte Familien zu Eigentum an Haus und Boden verhelfen. Bausparen ist für den Gründer weit mehr als nur eine Geschäftsidee. Es geht ihm darum, Menschen aus Mittel- und Unterschichten zu Wohlstand, Sicherheit und einem gesunden Leben in einem eigenen Haus zu verhelfen.

1906: In neuen Gebäuden am Feuersee

Für die Arbeit an mittlerweile 200.000 Policen reichen die bisherigen Geschäftsräume der mittlerweile in Württembergischen Feuerversicherung auf Gegenseitigkeit umbenannten Gesellschaft in der Stuttgarter Paulinenstraße nicht mehr aus: Sie bezieht das neue Verwaltungsgebäude am Feuersee im Stuttgarter Westen – auch heute noch der Firmensitz.

1833: Gründung der „Allgemeinen Renten-Anstalt zu Stuttgart“

Ende Mai 1833 genehmigt die Königlich-Württembergische Staatsregierung die Statuten der "Allgemeinen Renten-Anstalt zu Stuttgart", die damit als erste Gesellschaft auf deutschem Boden das Rentenversicherungsgeschäft aufnimmt. Zwei Jahre später gründet Friedrich Scholl ein Versorgungswerk in Karlsruhe, aus dem später die Karlsruher Lebensversicherung wird.

1828: „Start der Württembergischen Privat-Feuer-Versicherungs-Gesellschaft“

Anfang des 19. Jahrhunderts kann bewegliches Eigentum versichert werden – allerdings nur bei Gesellschaften außerhalb Württembergs. Aus diesem Grund ruft 1825 der 29 Jahre alte Ulmer Tabakfabrikant Georg Wechssler zur Gründung einer „Württembergischen Waaren- und Mobilien- und Brand Assekuranz“ auf. Drei Jahre später nimmt die „Württembergische Privat-Feuer-Versicherungs-Gesellschaft“ in Stuttgart ihre Geschäftstätigkeit als erste private Sachversicherung Süddeutschlands auf. Im ersten Jahr werden 5000 Policen ausgeschrieben, und an immer mehr Häusern im Land taucht das Schild der Gesellschaft auf: Zwei rote, ineinander verschlungene Hände auf schwarzem Grund, Symbol des Gegenseitigkeitsvereins.

Den ursprünglich vereinbarten Mindestversicherungsbetrag erlässt die Württembergische zugunsten der ärmeren Bevölkerung. Sie ist damit die einzige Gesellschaft, die die Feuerversicherung allen Bevölkerungsklassen in gleichem Maße ermöglicht.