Erneuerte Einbauküchen in Mietwohnungen nicht sofort absetzbar

Wird in einer vermieteten Wohnung die Einbauküche vollständig erneuert, kann der Eigentümer sie nicht in einer Summe als Erhaltungsaufwand abschreiben. Die Wüstenrot Bausparkasse, eine Tochter des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische (W&W), macht auf ein entsprechendes neues Urteil – Az. IX R 14/15 – des Bundesfinanzhofs (BFH) aufmerksam. Der BFH hat damit seine bisherige Rechtsprechung zur steuerlichen Behandlung von Einbauküchen in vermieteten Objekten geändert.

Bisher war das oberste deutsche Steuergericht davon ausgegangen, dass eine Einbauküche aus Einzelelementen besteht und daher bei einer Runderneuerung in einer Summe als Erhaltungsaufwand steuerlich geltend gemacht werden kann. Nunmehr betrachtet er sie dagegen als einheitliches Wirtschaftsgut, das nicht mehr sofort in einer Summe als Erhaltungsaufwand abzuschreiben ist. Vielmehr wird nur noch eine Abschreibung auf zehn Jahre zugelassen.

Im Urteilsfall hatte der Kläger die Einbauküche vollständig erneuert, indem er Spüle, Herd, Einbaumöbel und Elektrogeräte in seiner vermieteten Immobilie austauschte. Der BFH begründete seine Entscheidung laut Wüstenrot damit, dass sich die Einzelelemente in einer modernen Einbauküche nicht mehr als allein nutzbare Einzelgegenstände, sondern lediglich als einzelne „Bauteile“ einer Gesamtheit und damit als unselbständige Teile eines neuen Wirtschaftsguts „Einbauküche“ darstellten.

Stuttgart, 26. Januar 2017

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

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