WHS Dresden steuert Errichtung einer Nahwärmeinsel

Im Altstadtquartier von Oederan, Sachsen hat die Geschäftsstelle Dresden der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) die Projektsteuerung einer Nahwärmeinsel erfolgreich abgeschlossen. Die Nahwärmelösung wurde dieser Tage in Betrieb genommen. Durch die Insel können 21 Anschlussnehmer, unter anderem das Rathaus, die Stadthalle sowie mehrere Wohn- und Geschäftsgebäude, mit Wärme versorgt werden. 18 der 21 Gebäudeanschlussnehmer sind bereits unter Vertrag. Das Rathaus erhält darüber hinaus eine zusätzliche Stromversorgung.

Die Nahwärmelösung befindet sich in einem Mitte des 17. Jahrhunderts entstandenen denkmal-geschützten Gebäude. Die Ausgaben für die Technik und die baulichen Erhaltungsaufwendungen lagen bei insgesamt rund 2,1 Millionen Euro. Davon wurden rund 1,65 Millionen Euro aus der Bundesförderung der Nationalen Klimaschutz-Initiative über das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und zusätzlich aus Stadterneuerungsmitteln getragen. Realisiert wurde die Nahwärmelösung in einer Kooperation der Stadt Oederan mit der WHS, dem Architekturbüro Kretzer & Dittrich sowie dem Fachingenieurbüro für Energie Lorenz & Anders. Die WHS war für die Konzepterstellung, später auch für die Projektsteuerung zuständig. Insgesamt waren 18 administrative Ressorts und Fachinstitutionen an der Umsetzung beteiligt.

Die Nahwärmelösung wirkt im Strukturwandel als wesentliche Ankermaßnahme der Gebietsentwicklung und unterstützt die Stabilisierung historisch gewachsener Altstadtstrukturen. Sie wird von der Stadt Oederan selbst betrieben. Damit übernimmt Oederan, neben der Stadt Chemnitz, eine führende Rolle in der nachhaltigen Stadtentwicklung, denn sie kombiniert Klimaschutzaufgaben und zentrale Stadtentwicklungsaufgaben. Die regenerativen Energieträger werden dort eingesetzt, wo es kosteneffektiv und energetisch machbar ist. Somit werden letztendlich Betriebskosten gesenkt und hierüber ein Standortvorteil herausgearbeitet.

„Gerade weil die Stadt weder eine gute Verkehrslage noch gewerbliche bzw. industrielle Strukturen vorweisen kann, haben solche ausgewählten nachhaltigen Maßnahmen hohe Anforderungen zu erfüllen, denn sie sollen möglichst eine Vielzahl an positiven Wirkungen entfalten“, sagt Uwe Wildenauer, Leiter der WHS-Geschäftsstelle Dresden. „In der Praxis ist dabei einerseits der Spagat zwischen den globalen und nationalen Anforderungen, andererseits den vorhandenen lokalen und regionalen Marktsituationen zu meistern. Als ein gelungenes Beispiel hierfür gilt die Inbetriebnahme der Nahwärmeinsel.“

Dresden, 19.Dezember 2016

Die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) ist ein Tochterunternehmen des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische. Als überregional tätige Immobilienexpertin der Unternehmensgruppe liegen ihre Kernkompetenzen in den Bereichen Städtebau, Wohnungsbau und Immobilienmanagement. Seit 1949 hat die WHS bundesweit mehr als 23.000 Häuser und Wohnungen erstellt und verwaltet derzeit rund 11.000 Miet- und Eigentumswohnungen. Die WHS ist mit rund 180 Mitarbeitern am Hauptsitz in Ludwigsburg sowie durch Geschäftsstellen in den Ballungsräumen Dresden, Frankfurt am Main, Hannover, Karlsruhe, Köln und München aktiv.