Bei Grundbesitz ist eine notarielle Vorsorgevollmacht sinnvoll

Eine Vorsorgevollmacht stellt sicher, dass die Vertreter sofort handeln können, wenn die Auftraggeber wegen einer Krankheit, Behinderung oder eines Unfalls dazu nicht mehr in der Lage sind. Ist Grundbesitz vorhanden, empfiehlt es sich, das Dokument notariell zu beurkunden. Dabei erhält der Vollmachtgeber nicht nur eine Beratung durch den Notar. Hinzu kommt, dass die Vertreter dann auch bei Bedarf Grundstücke verkaufen können, zum Beispiel um die Heimkosten abzudecken. Die Wüstenrot Bausparkasse, ein Unternehmen des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische, weist auf eine entsprechende Entscheidung des Bundesgerichtshofes (XII ZB 307/15) hin.

Im entschiedenen Fall hatte eine ältere Dame bereits vor Jahren einer ihrer Töchter eine privatschriftliche General- und Vorsorgevollmacht erteilt. Wegen einer fortgeschrittenen senilen Demenz wohnte die inzwischen 88-Jährige in einem Pflegeheim. Die vertretungsberechtigte Tochter wollte ein Haus der Mutter verkaufen, um die Pflege- und Heimkosten zu bestreiten, die aus den laufenden Einnahmen nicht gedeckt waren. Laut dem Bundesgerichtshof muss in dieser Situation trotz der vorhandenen Vorsorgevollmacht ein Betreuer gerichtlich bestellt werden. Die privatschriftliche Fassung genüge nämlich nicht, um eine Veräußerung im Grundbuch zu vollziehen. Dazu müsse sie vielmehr notariell erstellt worden sein. Der Betreuer könne auch schon eingesetzt werden, wenn noch nicht feststeht, ob das Haus wirklich verkauft werden muss. Zu seinem Aufgabenkreis gehöre dann, zu prüfen und zu entscheiden, ob ein Verkauf oder eine Vermietung sinnvoll ist.

Außerdem entschied das Gericht, ein gerichtlicher Betreuer sei auch dann zu bestellen, wenn die Gefahr besteht, dass die Bevollmächtigten nicht zum Wohle der Vollmachtgeber handeln. Dessen Aufgabenkreis könne sich darauf beschränken, die Bevollmächtigten zu kontrollieren und ihnen notfalls Weisungen zu erteilen.

Stuttgart, 15. September 2016

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist „Der Vorsorge-Spezialist" für die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der börsennotierte Konzern mit Sitz in Stuttgart die Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Die rund sechs Millionen Kunden der W&W-Gruppe schätzen die Service-Qualität, die Kompetenz und die Kundennähe des Vorsorge-Spezialisten, für den rund 13.000 Menschen arbeiten. Dank eines weiten Netzes aus Kooperations- und Partnervertrieben sowie Makler- und Direkt-Aktivitäten kann die W&W-Gruppe mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland erreichen. Die W&W-Gruppe setzt auch künftig auf Wachstum und hat sich bereits heute als größter unabhängiger und kundenstärkster Finanzdienstleister Baden-Württembergs etabliert.