Kaufpreisaufteilung zwischen Grundstück und Gebäude oft strittig

In einem Kaufvertrag für eine Immobilie wird der Kaufpreis meist zwischen Gebäude und Grundstück aufgeteilt. Dem hat das Finanzamt bei der Berechnung der Absetzung für Abnutzung (AfA) grundsätzlich zu folgen. Auf ein entsprechendes Urteil des Bundesfinanzhofs vom 16.09.2015, Az. IX R 12/14, macht die Wüstenrot Bausparkasse, eine Tochter des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische (W&W), aufmerksam.

Bei einer Immobilie, die vermietet wird, kann die AfA die Einkommensteuer vermindern. Doch nur der Kaufpreisanteil, der auf das Gebäude oder die Wohnung entfällt, kann der AfA zugrunde gelegt werden. Der Grund und Boden unterliegt keinem Wertverzehr, kann sich also im Prinzip nicht abnutzen. Die Kaufpreisaufteilung bei bebauten Grundstücken ist daher von jeher Anlass zu Streitigkeiten zwischen Steuerzahlern und Finanzämtern.

Grundsätzlich muss die Kaufpreisaufteilung im Kaufvertrag die realen Wertverhältnisse wiedergeben und wirtschaftlich haltbar sein. Auch eine wesentliche Diskrepanz zu den amtlichen Bodenrichtwerten würde es laut Bundesfinanzhof nicht ohne weiteres rechtfertigen, diese an die Stelle der vereinbarten Werte im Kaufvertrag zu setzen oder die Aufteilung des Kaufpreises zu schätzen. Dagegen sprechen könnten etwa wertbeeinflussende Tatbestände wie zum Beispiel eine neue Nachbarschaftsbebauung oder eine Veränderung der Marktlage.

Stuttgart, 22. Februar 2016

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist „Der Vorsorge-Spezialist" für die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der börsennotierte Konzern mit Sitz in Stuttgart die Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Die rund sechs Millionen Kunden der W&W-Gruppe schätzen die Service-Qualität, die Kompetenz und die Kundennähe des Vorsorge-Spezialisten, für den rund 13.000 Menschen arbeiten. Dank eines weiten Netzes aus Kooperations- und Partnervertrieben sowie Makler- und Direkt-Aktivitäten kann die W&W-Gruppe mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland erreichen. Die W&W-Gruppe setzt auch künftig auf Wachstum und hat sich bereits heute als größter unabhängiger und kundenstärkster Finanzdienstleister Baden-Württembergs etabliert.