Tipps zur Erkältungszeit

Spätestens wenn morgens bei der Fahrt zur Arbeit in öffentlichen Verkehrsmitteln die Luft nach Hustenbonbons riecht und herzhafte Nießer sowie Hustenanfälle zu vernehmen sind, weiß man: Die Erkältungszeit hat begonnen. Die Württembergische Krankenversicherung, ein Tochterunternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe, fasst die wichtigsten Informationen dazu zusammen.

Es röchelt und schnieft allerorten, die Belegschaft bei manchem Arbeitgeber ist ausgedünnt: Ohne Frage, es ist Erkältungszeit. „Ich habe die Grippe“, ist von den Betroffenen oftmals zu hören. Tatsächlich aber haben sich die Bedauernswerten meist eine normale Erkältung eingefangen, die unschön, aber nicht wirklich gefährlich ist. Erkrankte klagen über Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Unwohlsein. Erfahrene Hausärzte raten gerne zu warmen Erkältungsbädern, heißem Tee (mit Honig, frisch gepresster Zitrone und einigen Gewürznelken darin) und vor allem zu Ruhe und ausreichendem Schlaf. Die Anwendung von käuflich zu erwerbenden Erkältungsmedikamenten, welche angeblich im Handumdrehen von allen Beschwernissen der Erkältung befreien sollen, ist Glaubenssache. Unwidersprochen steht bis heute der Satz: Eine Erkältung dauert mit Medikamenten eine Woche, ohne – sieben Tage.

Wer die Erkältungsbeschwerden nicht los wird, sollte Rücksprache mit seinem Hausarzt nehmen, der möglicherweise nach einer gewissen Zeit Antibiotika verschreiben wird. Gleich zu Beginn einer Erkältung bringen Antibiotika in der Regel nicht die gewünschte Wirkung, denn sie greifen keine Viren an, sondern Bakterien. Und diese treten meist erst ab der zweiten Erkältungswoche auf den Plan. Antibiotika sollten nur genommen werden, wenn unbedingt notwendig, denn es besteht immer das Risiko, dass Krankheitserreger Resistenzen gegen diese Medikamente entwickeln. Das geht umso schneller, je öfter Antibiotika eingenommen werden. Mittelfristig kann dadurch die Wirkung beeinträchtigt werden.

Grundsätzlich sollten Medikamente immer mit Vorsicht verwendet werden – denn neben der ersehnten Wirkung zeigen sich manchmal auch Nebenwirkungen, die nicht erwünscht sind. Manche Mittel beeinflussen sich gegenseitig, was zu unerwarteten Effekten führen kann. Diese sogenannte Kreuzwirkung tritt nicht nur bei Medikamenten auf, welche der Arzt verordnet, sondern kann auch bei solchen vorkommen, die frei in der Apotheke verkäuflich sind. Daher ist stets anzuraten, sich mit dem Hausarzt oder Apotheker abzusprechen, falls jemand mehrere Medikamente gleichzeitig nehmen will oder muss.

Während eine Erkältung vorrangig lästig ist, sieht es mit einer echten Grippe – der Influenza – schon anders aus. Echte Grippe ist eine schwere Erkrankung mit hohem Fieber, Gliederschmerzen, Erkältungssymptomen und oft auch einer Beeinträchtigung des Herz-Kreislauf-Systems. Die Erkrankung kann im Gegensatz zu einer landläufigen Erkältung über mehrere Wochen unvermindert anhalten. Patienten fühlen sich nicht nur in Maßen beeinträchtigt, sondern ausgesprochen krank. Grippe ist aufgrund der Gesamtbelastung für den Organismus gerade für Menschen gefährlich, die bereits ein eingeschränktes Immunsystem oder eine chronische Erkrankung haben – häufig Patienten in fortgeschrittenem Lebensalter. Jedes Jahr – selbst wenn es keine „Grippewelle“ gibt – fallen der Krankheit auch in zivilisierten Ländern zahlreiche Menschen zum Opfer.

Grippe ist zudem ansteckend. Betroffene sollten daher unter allen Umständen dem Arbeitsplatz und dem öffentlichen Leben fern bleiben und auch den Körperkontakt zu Angehörigen soweit als möglich einschränken. Ob eine Grippe vorliegt, sollte ärztlich abgeklärt werden; bei schwer verlaufender Erkrankung ist sogar eine zeitweise Einlieferung ins Krankenhaus denkbar.

Da echte Grippe eine heftige Erkrankung ist und Betroffene oft nach dem Abklingen noch über Monate abgeschlagen und körperlich angegriffen sein können, raten Hausärzte bereits zu Beginn der klassischen herbstlichen Erkältungszeit zur Impfung. Impfen lassen sollten sich ältere Menschen spätestens ab einem Alter von 60 Jahren, Menschen mit Grunderkrankungen oder erhöhter Gefährdung (darunter auch medizinisches Personal), aber auch Schwangere. Dazu rät das Berliner Robert Koch-Institut als zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention.

In der Regel schon im Februar eines Jahres legt die Weltgesundheitsorganisation anhand weltweit gemeldeter Grippe-Erkrankungen fest, welche Wirkstoffe für die folgende Influenzasaison in gängige Impfstoffe gegen die Grippe integriert werden sollen. Nach der Produktion durch Pharmahersteller, die über den Sommer andauert, stehen die Impfstoffe ab dem Herbst zur Verfügung. Sie basieren vielfach auf Hühnereiweiß als Grundsubstanz und sind in der Regel gut verträglich. Wer aufgrund vorhandener Allergien Bedenken hinsichtlich einer Impfung hat, sollte seinen Hausarzt ansprechen oder sich auf Internetseiten wie beispielsweise denen des Robert Koch-Instituts informieren.

Stuttgart, 5. November 2015

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

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