Erhöhung der Grunderwerbsteuer durch Bauleistungen

Basis für die Grunderwerbsteuer beim Kauf eines unbebauten Grundstücks ist nicht immer nur der Grundstückskaufpreis. Ergibt sich nämlich aus weiteren Vereinbarungen anlässlich des Verkaufs, dass der Käufer das Grundstück in bebautem Zustand erhält, bezieht sich der Kauf nach geltendem Recht auch auf den Wert für die Bauleistungen. Wenn allerdings der Käufer Dritte nach Vertragsabschluss mit den Bauleistungen beauftragt, können sie nach Angaben der Wüstenrot Bausparkasse, einer Tochter des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische, für die Grunderwerbsteuer nicht berücksichtigt werden.

Dies ergibt sich aus einem entsprechenden Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 3. März 2015 (Az.: II R 9/14). In dem zugrundeliegenden Fall hatte der Verkäufer auf dem Grundstück bereits einen Rohbau errichtet. Spätere Ausbaumaßnahmen hatte der Erwerber bei Dritten in Auftrag gegeben. Die Aufwendungen hierfür sind laut BFH nicht in die Bemessungsgrundlage einzubeziehen. Dabei ging er davon aus, dass die beauftragten Unternehmen für den Ausbau beim Abschluss des Grundstückkaufvertrags nicht zur Verkäuferseite gehörten, die Ausbauarbeiten konkret benannt und zu einem Festpreis angeboten wurden. Daher könnten die Aufwendungen nicht die Bemessungsgrundlage und die daraus errechnete Grunderwerbsteuer erhöhen.



Stuttgart, 31. August 2015

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist „Der Vorsorge-Spezialist" für die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der börsennotierte Konzern mit Sitz in Stuttgart die Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Die rund sechs Millionen Kunden der W&W-Gruppe schätzen die Service-Qualität, die Kompetenz und die Kundennähe von rund 7.600 Innendienst-Mitarbeitern und 6.000 Außendienst-Partnern in Deutschland. Dank eines weiten Netzes aus Kooperations- und Partnervertrieben sowie Makler- und Direkt-Aktivitäten kann die W&W-Gruppe mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland erreichen. Die W&W-Gruppe setzt auch künftig auf Wachstum und hat sich bereits heute als größter unabhängiger und kundenstärkster Finanzdienstleister Baden-Württembergs etabliert.