Gericht schützt Erkrankte vor nachteiligen Geldgeschäften

Demenz oder andere Erkrankungen können dazu führen, dass die Betroffenen ihre Angelegenheiten nicht mehr überblicken und zu ihrem Nachteil über ihr Vermögen verfügen. Wenn diese Gefahr besteht, können sich Angehörige an das Amtsgericht wenden, damit ein Betreuer bestellt wird und dieser in bestimmte Rechtsgeschäfte einwilligen muss. Wie die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische (W&W), mitteilt, kommt dies nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes (XII ZB 301/13) auch dann in Betracht, wenn der Erkrankte eine Vorsorgevollmacht erstellt hat.

Im entschiedenen Fall hatte ein an Demenz leidender Mann seine beiden Söhne in einer Vorsorgevollmacht damit betraut, seine Vermögenssachen zu regeln. Trotzdem nahm er selbst noch Bankgeschäfte vor. Da sich der Verbleib eines erheblichen Guthabens, das er von seiner verstorbenen Ehefrau geerbt hatte, nicht mehr aufklären ließ, wandte sich die Tochter an das zuständige Amtsgericht. Dieses bestellte eine Berufsbetreuerin und ordnete an, dass der Mann nur noch mit ihrer Einwilligung über sein Vermögen verfügen könne. Dagegen legte ein Sohn Beschwerde ein und verwies auf die vorliegende Vorsorgevollmacht. Der Bundesgerichtshof bestätigte die gerichtliche Anordnung. Es bestünden erhebliche Zweifel an der Redlichkeit der bevollmächtigten Söhne. Außerdem sei zu befürchten, dass der Mann aufgrund der vorliegenden Demenz zu seinem Nachteil über das vorhandene Guthaben verfüge. Trotz der vorliegenden Vorsorgevollmacht könne daher vom Gericht ein Betreuer eingesetzt werden.

Stuttgart, 08. Mai 2014

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist „Der Vorsorge-Spezialist" für die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der börsennotierte Konzern mit Sitz in Stuttgart die Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Die rund sechs Millionen Kunden der W&W-Gruppe schätzen die Service-Qualität, die Kompetenz und die Kundennähe von rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innendienst und 6.000 Außendienst-Partnern. Dank eines weiten Netzes aus Kooperations- und Partnervertrieben sowie Makler- und Direkt-Aktivitäten kann die W&W-Gruppe mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland erreichen. Die W&W-Gruppe setzt auch künftig auf Wachstum und hat sich bereits heute als größter unabhängiger und kundenstärkster Finanzdienstleister Baden-Württembergs etabliert.