Wenn die Schneeballschlacht mit blauem Auge endet

Der Schneefall erfreut auch diesen Winter wieder kleine und große Kinder: Endlich wieder Schneemann bauen, Schlitten fahren und Schneebälle werfen. So viel Spaß das auch macht – insbesondere eine Schneeballschlacht kann schmerzhaft sein, vor allem wenn die weißen Geschosse Dreck oder Steine enthalten. Doch wer zahlt eigentlich, wenn dabei eine andere Person verletzt wird oder ein Fenster zu Bruch geht? Die Württembergische Versicherung AG, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W), klärt auf.

Im Eifer des Gefechts ist es schnell passiert: Der Schneeball verfehlt das Ziel, zerbricht eine Fenster- oder Autoscheibe oder trifft eine andere Person. Dann kann es für den Schadenverursacher ganz schön teuer werden. Denn allgemein haftet eine Person bei von ihr verursachten Schäden an einem Mitmenschen oder dessen Eigentum. Besonders bei Personenschäden können durch Schmerzensgeld oder medizinische Behandlungen hohe Summen zusammen kommen. Deshalb ist es ratsam, eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen, die in der Regel eingreift, wenn nicht vorsätzlich gehandelt wurde. Kann der Verursacher jedoch nicht ausgemacht werden (zum Beispiel bei einer Schneeballschlacht mit vielen Beteiligten), bleibt der Geschädigte auf seinem Schaden sitzen.

Kinder auf Gefahren einer Schneeballschlacht hinweisen

Das gilt auch bei Schäden, die durch Kinder unter acht Jahren verursacht werden, da sie deliktsunfähig sind. Ihre Eltern haften dann nur, wenn sie die Aufsichtspflicht verletzt haben. Andernfalls muss auch hier der Geschädigte selbst für den Schaden aufkommen. Ob die Aufsichtspflicht verletzt wurde, hängt von der Situation, vom Alter des Kindes und dessen Charakter ab. Bei einem fünfjährigen, normal entwickelten Kind beispielsweise genügt es, wenn die Eltern alle 15 bis 30 Minuten nach dem Nachwuchs schauen (BGH, VI ZR 51/08). Nichtsdestotrotz sollten die Erziehungsberechtigten ihre Schützlinge in jedem Fall auf die Gefahren einer Schneeballschlacht – für sich und andere – hinweisen.

Bei Kindern ab acht Jahren hingegen ist der Fall etwas anders: Denn ab diesem Alter sind sie deliktsfähig und müssen für den verursachten Schaden selbst aufkommen. Auch hier ist daher eine Privat-Haftpflichtversicherung empfehlenswert, Kinder sind dabei meist über die Eltern mitversichert.

Stuttgart, 20. Januar 2015

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist „Der Vorsorge-Spezialist" für die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der börsennotierte Konzern mit Sitz in Stuttgart die Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Die rund sechs Millionen Kunden der W&W-Gruppe schätzen die Service-Qualität, die Kompetenz und die Kundennähe von rund 7.600 Innendienst-Mitarbeitern und 6.000 Außendienst-Partnern in Deutschland. Dank eines weiten Netzes aus Kooperations- und Partnervertrieben sowie Makler- und Direkt-Aktivitäten kann die W&W-Gruppe mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland erreichen. Die W&W-Gruppe setzt auch künftig auf Wachstum und hat sich bereits heute als größter unabhängiger und kundenstärkster Finanzdienstleister Baden-Württembergs etabliert.