Mit sicherem Tritt auf Böden und Treppen

Hochglänzende Fußbodenbeläge vermitteln oftmals das Gefühl sauberen und gepflegten Wohnens. Allerdings sollte neben der Ästhetik die Sicherheit durch rutschhemmende Oberflächen nicht zu kurz kommen. Doch daran mangelt es leider allzu oft. Unzureichende Trittsicherheit ist noch immer eine der häufigsten Ursachen für Stolper-, Sturz- und Rutschunfälle, darauf weist die Wüstenrot Bausparkasse AG, eine Tochter des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische, hin. Um die Unfallgefahr im Haus deutlich zu senken, sind allerdings neben dem sicheren Bodenbelag flankierend noch bauliche und organisatorische Maßnahmen erforderlich.

Selbst eine scheinbar sichere Lauffläche kann zum Verhängnis werden, wenn sie sehr schmutzig ist und, wie im Hauseingangsbereich, Nässe hinzukommt. Auch langsam ablaufende große Wassermengen – wie oft in der Dusche oder Badewanne der Fall – können gefährlich rutschig sein. Dann sollte das Wasser zumindest schnell ablaufen können. Auch das Abdecken von Überläufen und Ablaufrinnen oder bodengleiche Duschen helfen, Unfälle zu vermeiden. Zur vorbeugenden Unfallverhütung in Haus und Wohnung gehört auch, bereits bei der Planung daran zu denken, für die einzelnen Räume ausreichend rutschhemmende und stolperfreie Bodenbeläge auszusuchen.

Auch muss geklärt werden, ob sie genügend mechanische Festigkeit aufweisen, chemischen und physikalischen Belastungen standhalten sowie entsprechend der geplanten Nutzung stark genug am Boden haften. Wenn später beispielsweise chemische Reinigungsmittel dem Bodenbelag zusetzen und Stolperfallen auftreten, hat man bei der Materialauswahl einen Fehler gemacht.

Ein kleiner Mehraufwand, der sich lohnt

Damit die Unfallgefahr vermindert wird, sollten die Oberflächen von Böden, Duschbecken, Badewannen und Treppen am besten den berufsgenossenschaftlichen Regeln genügen, obwohl diese in privaten Räumen nicht bindend sind. Dort werden unter Rutschsicherheit oder auch Trittsicherheit Eigenschaften eines Bodenbelags in Bezug auf gleitfördernde Stoffe, wie beispielsweise Wasser, zusammengefasst. Warum solche Bestimmungen nicht im eigenen Haus übernehmen, wenn sie kaum Mehraufwand erfordern? Darüberhinaus kommen auch die gesetzlichen Anforderungen für barrierefreies Wohnen allen Bewohnern, gleich welchen Lebensalters, zugute. Wer beim Bau an sie denkt, hat mit Weitsicht gehandelt. Verhinderte Unfälle ziehen keine Kosten nach sich und keine Qualen, die etwa durch Stürze mit der Folge von Knochenbrüchen oder Prellungen verbunden sind.

Qualitätsunterschiede bei rutschhemmenden Belägen

Auch der beste Bodenbelag nützt nichts, wenn darauf lose Teppiche, Läufer, Fußmatten oder Kabel liegen, auf denen man leicht ausrutschen kann. Gefährlich werden kann es auch überall dort, wo der Boden feucht wird. Deshalb sollten keramische Fliesen und Natursteinfliesen in Bad oder Flur die Rutschhemmungsklasse R10A oder R10B haben. Jeder Fachhandwerker weiß darüber Bescheid. Bei Laminatböden von besserer Qualität, die wegen ihrer kratz- sowie fleckunempfindlichen Eigenschaften, aber auch wegen ihrer hohen Stoß- und Druckfestigkeit beliebt sind, sollte man sich für besonders rutschhemmende Ausführungen entscheiden. Das trifft auch für PVC-/CV-Beläge zu, die dann in allen Wohnbereichen, also auch in Bad oder Küche, verlegt werden können. Auch bei Linoleumböden sollte sich der Bauherr genau die Rutschhemmklasse nennen lassen und prüfen, ob sie für die angestrebte Anti-Rutsch-Sicherheit ausreichend ist. Ein Teppichboden muss antistatisch, leicht zu reinigen und rollstuhlgeeignet sein. Ein vollflächiges Verkleben mit antistatischem Kleber ist notwendig. Bei Holzdielen und Parkett sollte man sich vorher genau nach der Eignung erkundigen. Diese Bodenbeläge haben zwar einen geringen Rollwiderstand, sind antistatisch, strapazierfähig und lassen sich leicht reinigen. Doch die Rollstuhleignung hängt von der Qualität des Materials ab.

Tipps von Wüstenrot zu sicheren Bodenbelägen

  • Großformatige Fliesen sind in. Doch eine rutschhemmende Wirkung kann eher mit kleinen Fliesen erreicht werden, da der Fugenanteil höher ausfällt als bei großen Fliesen.
  • Nachträgliche Sicherheitsbeschichtungen von Bodenbelägen mit sogenannten Anti-Rutsch-Streifen und Folien oder eine Behandlung mit einem Beschichtungssystem sind nicht unproblematisch. Der Fachmann sollte hier beratend zur Seite stehen.
  • Für geschliffene oder gebürstete Natursteine muss im Einzelfall geprüft werden, welcher Schliff oder welche Bürstung den aktuellen Anforderungen entspricht.
  • Viele Hersteller lassen die Rutschhemmung ihrer Bodenbeläge in Labors prüfen. Das Berufsgenossenschaftliche Institut für Arbeitsschutz veröffentlicht in regelmäßigen Abständen sogenannte Positivlisten geprüfter Bodenbeläge.

Stuttgart, 15. August 2014

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

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