Mietpreise für viele Leipziger zu hoch

• Mehr als jeder dritte Haushalt (36 Prozent) kann keine Mieterhöhung mehr verkraften.
• Jeder vierte Leipziger (27 Prozent) ist auf der Suche nach einer neuen Wohnung oder Immobilie.
• Wunsch nach Wohneigentum besonders ausgeprägt.
• Zwei Drittel der Leipziger wollen auch in Zukunft in der Stadt wohnen.

Die Attraktivität der Stadt Leipzig ist aufgrund der wirtschaftlichen Dynamik in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Das zeigt der Bevölkerungszuwachs der sächsischen Metropole: Allein in den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl der Einwohner um über zehn Prozent auf rund 530.000. Doch die positive Entwicklung der Stadt hat ihren Preis: Wie in anderen Ballungszentren steigt wegen der ungebrochenen Zuwanderung die Nachfrage nach Wohnraum - und damit auch die Preise für Mieten und Immobilien. Rund acht von zehn der Leipziger Bürger gehen davon aus, dass die Immobilienpreise und die Mieten in ihrer Stadt in den kommenden fünf Jahren kräftig zulegen. Der Großteil der Befragten (46 Prozent) rechnet mit einem Anstieg der Immobilienpreise um bis zu zehn Prozent, ein Drittel erwartet eine Steigerung um sogar mehr als zehn Prozent. Für viele Leipziger ist bei dem derzeitigen Mietpreisniveau die Belastungsgrenze aber schon erreicht. Mehr als ein Drittel der Befragten (36 Prozent) hat keinen finanziellen Spielraum für weitere Mieterhöhungen. Häufiger als in den anderen Bezirken äußern dies Einwohner der Stadtbezirke Mitte und Westen (jeweils 46 Prozent) sowie Norden (41 Prozent). Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Infratest bei Leipziger Bürgern ab 18 Jahren im Auftrag der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W).

„Im Leipziger Wohnungsmarkt ist außerordentlich viel Bewegung. Bei einer großen Zahl von Einwohnern der Stadt ist der Wunsch groß, ihre Wohnsituation zu verändern“, kommentiert Günter Schönfeld, Geschäftsführer der bundesweit tätigen Wüstenrot Immobilien GmbH, die Ergebnisse der Umfrage. Mehr als jeder vierte Leipziger (27 Prozent) ist daher aktuell auf der Suche nach einer neuen Wohnung oder Immobilie, im Bundesdurchschnitt sind es lediglich elf Prozent. In den kommenden zwei Jahren wollen rund 13 Prozent in eine größere, fünf Prozent in eine kleinere Wohnung umziehen. Lediglich ein Prozent der Befragten ist auf der Suche nach einer preisgünstigeren Wohnung. Da in den vergangenen Jahren viele Altbauten in Leipzig durch umfassende Sanierungsarbeiten bereits aufgewertet worden sind, planen derzeit nur sechs Prozent eine Modernisierung oder energetische Sanierung ihrer Wohnung oder ihres Hauses (Bundesdurchschnitt 18 Prozent). Im Trend liegt der Erwerb von Wohneigentum: Fast jeder Zehnte (9 Prozent) beabsichtigt in den kommenden zwei Jahren den Kauf einer Eigentumswohnung (2 Prozent) oder den Bau (3 Prozent) oder Kauf eines Hauses (5 Prozent). Zum Vergleich: Der Wunsch, in den kommenden zwei Jahren Eigentum zu erwerben, liegt im Bundesdurchschnitt bei nur sechs Prozent.

Allerdings liegt die Eigentumsquote in Leipzig derzeit noch deutlich unter dem bundesdeutschen Durchschnitt (51 Prozent). Acht von zehn Einwohnern ab 18 Jahren wohnen in Sachsens heimlicher Hauptstadt zur Miete (81 Prozent), in Deutschland ist insgesamt jeder zweite Einwohner Mieter (49 Prozent). Nur knapp 18 Prozent der Leipziger sind Wohneigentümer, entweder in Form eines freistehenden Einfamilienhauses (10 Prozent) oder einer Doppelhaushälfte bzw. eines Reihenhauses (4 Prozent). Der Anteil der Eigentumswohnungen liegt bei acht Prozent (Bundesdurchschnitt: 16 Prozent). „Unsere Studie zeigt: Die Nachfrage treibt die Mietpreise und es ist auch in den nächsten Jahren mit weiteren Mietsteigerungen zu rechnen. Da aber viele Mieter in Leipzig bereits an ihrer Belastungsgrenze sind, sollte das Niedrigzinsniveau genutzt werden, in Immobilien zu investieren. Wer jetzt kauft, hat insbesondere in Leipzig gute Chancen auf ein lohnendes Investment. Darüber hinaus bleiben Immobilien wertbeständig und sind künftig ein noch wichtigerer Bestandteil der Altersvorsorge. Ob sich Eigentum lohnt, ist abhängig von vielen Faktoren. Entscheidend ist vor allem die Lage. Bei der hohen Standorttreue der Leipziger zu ihrer Stadt sind deshalb alle Verantwortlichen gefordert, die notwendigen Rahmenbedingungen innerhalb der Stadt zu schaffen, damit sich möglichst viele Bürger ihren Wunsch für ihr bevorzugtes Wohnobjekt erfüllen können“, resümiert Günter Schönfeld.

Standorttreu - Die meisten Leipziger sind ihrer Stadt eng verbunden

Mit der Stadt und ihrer Wohnsituation sind die meisten Leipziger zufrieden. Für zwei Drittel der Einwohner ab 18 Jahren (68 Prozent) liegt ihr bevorzugtes Wohnobjekt in Leipzig und sie möchten auch künftig am liebsten in ihrem derzeitigen Stadtbezirk wohnen. Vor allem die Bevölkerung in den südlichen und westlichen Stadtbezirken ist hier mit 83 bzw. 80 Prozent besonders bodenständig. Demgegenüber ist die Zufriedenheit mit ihrem aktuellen Wohnort bei den Einwohnern in den Bezirken Zentrum mit 62 Prozent und im Norden (64 Prozent) und insbesondere in den östlichen Stadtteilen mit 57 Prozent deutlich geringer ausgeprägt. Nur jeder fünfte Leipziger betrachtet die Ballungsregion außerhalb der Stadt Leipzig mit Anbindung an den ÖPNV als Standort für sein bevorzugtes Wohnobjekt. Und nur acht Prozent der Leipziger würden am liebsten auf dem Land, außerhalb der Stadt oder der Ballungsregion Leipzig leben. „Als attraktive Stadtregion mit einem intakten natürlichen Umfeld liegt Leipzig voll im Trend des Zuzugs und Wohnens in die Ballungsräume, den die Wüstenrot Immobilien derzeit in ganz Deutschland beobachtet“, erläutert Schönfeld.

Würde ein Wechsel des Wohnobjekts anstehen, wäre für 45 Prozent der Leipziger ihr derzeitiger Stadtteil auch die präferierte Lage für ihr künftiges Wohnobjekt. Jeder vierte wechselwillige Leipziger (23 Prozent) gibt als bevorzugte Wohnlage einen anderen Stadtteil in Leipzig als seinen aktuellen Wohnort an. Insbesondere die Bewohner in den südlichen Stadtbezirken (56 Prozent) sowie im Norden (52 Prozent) präferieren als liebsten Wohnort genau den Stadtteil, in dem sie aktuell wohnen. Bei den Bewohnern der westlichen Bezirke und im Zentrum sagen dies nur 46 bzw. 43 Prozent. Besonders unzufrieden mit ihrem Wohnort sind die Einwohner der östlichen Stadtbezirke: Nicht einmal jeder Dritte (31 Prozent) würde seinen derzeitigen Wohnort bei einem Wechsel als liebsten Standort auswählen.

Die bevorzugten Wohnlagen – Südliche Bezirke besonders geschätzt

Hätten die Leipziger die freie Wahl, würden sich die meisten Bürger für die Bezirke im Süden der Stadt als bevorzugte Wohnlage entscheiden. Die Rangfolge der beliebtesten Stadtbezirke führen die Stadtbezirke Südwest und Süd an. Jeweils 15 Prozent der Leipziger würden hier gerne wohnen. Bei einem Bevölkerungsanteil von neun bzw. zwölf Prozent liegt die Präferenz für diese Stadtbezirke sechs bzw. drei Prozentpunkte über dem derzeitigen Bevölkerungsanteil. Auf den folgenden Plätzen rangieren die Bezirke Alt-West, Nord und Mitte. Die Schlusslichter bei den bevorzugten Wohnlagen liegen in den Bezirken Nordwest, West und Ost.

Die Ergebnisse in grafischer Form können Sie hier herunterladen .

Methodik: TNS Infratest hat im Zeitraum 3. bis 8. Februar 2014 im Auftrag der Wüstenrot & Württembergische AG insgesamt 500 Personen in Leipzig telefonisch befragt. Die Befragung ist repräsentativ für die Bevölkerung in Leipzig ab 18 Jahren.

Stuttgart, den 24. Februar 2014

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist „Der Vorsorge-Spezialist" für die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der börsennotierte Konzern mit Sitz in Stuttgart die Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Die rund sechs Millionen Kunden der W&W-Gruppe schätzen die Service-Qualität, die Kompetenz und die Kundennähe von rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innendienst und 6.000 Außendienst-Partnern. Dank eines weiten Netzes aus Kooperations- und Partnervertrieben sowie Makler- und Direkt-Aktivitäten kann die W&W-Gruppe mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland erreichen. Die W&W-Gruppe setzt auch künftig auf Wachstum und hat sich bereits heute als größter unabhängiger und kundenstärkster Finanzdienstleister Baden-Württembergs etabliert.