Energie sparen mit einem alten Haus

Dreiliterhaus, Passivhaus, Nullenergiehaus – im Wohnungsneubau gibt es bereits Energiesparer. Bei älteren Häusern dagegen natürlich noch kaum, aber es könnten auch dort deutlich mehr sein. Die Wüstenrot Bausparkasse AG, eine Tochter des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische, startet daher eine Modernisierungsoffensive, um das enorme Einsparpotenzial im Wohnbaubestand erschließen zu helfen.

Jedes dieser 40, 50 oder 60 Jahre alten Häuser kann zum Energiesparer werden. Es ist eindrucksvoll, mit welch niedrigem Energieaufwand sich ein konsequent energiesparend saniertes Wohngebäude heizen lässt – mit Wärme aus erneuerbaren Energien wie Pelletheizungen, Solarthermieanlagen (Kollektoren) und Wärmepumpen. Aufgrund tendenziell steigender Energiepreise machen sich Einsparmaßnahmen bei einem typischen Einfamilienhaus aus den 1970er Jahren rasch bezahlt.

Die größere Unabhängigkeit des Hausbesitzers von Öl und Gas kommt dazu. Eine neue Öl-Brennwertheizung mit Solarthermieanlage etwa senkt den Energiebedarf im Mittel um 35 Prozent bei einem durchschnittlichen Investitionsaufwand von etwa 17.000 Euro. Eine Fassadendämmung mit einem Kostenaufwand von durchschnittlich 20.000 Euro senkt den Primärenergiebedarf im Schnitt um mehr als 20 Prozent. Zehn Prozent Einsparung bei einer Investition von 18.000 Euro sind erreichbar, wenn man Fenster und Außentüren austauscht. Die Dachdämmung schlägt mit 16.000 Euro zu Buche und spart acht Prozent Energie.

Die Regeltechnik der Heizung erfüllt alle Anforderungen

Einer der ersten Schritte zu einer fachmännisch ausgeführten Energieeinsparung ist die Wärmedämmung der alten Außenmauern. Die Umrüstung zu einer effizienten Heizungsanlage gehört ebenso dazu wie die Dämmung der Dachschrägen oder Fenster, Fenstertüren und Türen nach heutigem Standard. Dabei kann die Reihenfolge der Modernisierungsschritte individuell den Erfordernissen des Hausbesitzers angepasst werden. Wenn es die Planungen nicht anders ergeben, kann durchaus die Heizungserneuerung vor der Dämmung erfolgen. Moderne Heizungen sind heute mit einer sensiblen Regeltechnik ausgestattet. Sie passen sich jedem Heizwärmebedarf an, auch wenn er sich durch eine nachträgliche Sanierung der Außenhaut reduziert.

Wie aufwendig die Wärmedämmung eines Hauses ausfällt, hängt nicht zuletzt vom Zustand des Baumaterials der Umfassungsmauern ab. Jeder Fachmann wird die Materialbeschaffenheit mit in die Gesamtrechnung einbeziehen, um dem „Mantel“ die richtige Dicke zu geben. Ein Zuviel an Wärmedämmung kann die Kostenbilanz genauso trüben wie eine zu geringe Dicke des Dämmaterials.

Zentral lüften – weniger heizen

Hausbesitzer sollten sich nicht von Meldungen schrecken lassen, wonach die Dämmung eines Hauses zwangsläufig mit Schimmelpilzbefall einhergehe. Bei einer hochwirksamen Dämmung fehlt allerdings der bisherige „automatische“ Luftaustausch durch Fensterritzen und Undichtigkeiten im Putz. Dieser muss ersetzt werden durch ein bewusstes regelmäßiges Lüften - möglichst mit einer Querlüftung - durch die Bewohner. Besser ist es, sich vor der Sanierung vom Experten ein benutzerunabhängiges zentralisiertes Lüftungskonzept ausarbeiten zu lassen. Technisch ausgefeilte Möglichkeiten gibt es inzwischen auch für Altbauten. Zentrale Lüftungssysteme werden heute an den individuellen Bedarf eines ganzen Gebäudes angepasst. Dezentrale Geräte hingegen versorgen nur Räume oder Teilbereiche von Wohnungen. Bei Einfamilienhäusern weist der Einsatz zentraler Be- und Entlüftungsanlagen in die Zukunft. Diese Anlagen mit der Finesse einer Wärmerückgewinnungstechnik entziehen der verbrauchten Abluft die Wärme und führen sie der ins Gebäude strömenden kalten Frischluft wieder zu.

Tipps von Wüstenrot zur Energiesanierung von betagten Häusern

  • Eine energetisch hochwertige Alt-Immobilie besitzt hohe Wertstabilität. Das ist auch für Kapitalanleger von Bedeutung, denn die Vermietbarkeit ist leichter und es können höheren Kaltmieten erzielt werden.
  • Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in dem eine behagliche Temperatur sowohl im Winter als auch im Sommer ohne separates Heiz- oder Klimatisierungssystem zu erreichen ist. Jahresheizwärmebedarf: weniger als 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche.
  • Ein Drei-Liter-Haus braucht pro m2 im Jahr nicht mehr als 30 kW/h Heizenergie. Das entspricht einem Verbrauch von rund drei Litern Öl oder drei m3 Erdgas.
  • Im Rahmen der aktuellen Modernisierungsoffensive steht jedem Interessenten der kostenlose Wüstenrot Fördergeld-Service zur Verfügung. Es werden dadurch alle Fördergelder ermittelt, die individuell für ein Modernisierungsvorhaben beantragt werden können.
  • Darüber hinaus können alle Interessenten unverbindlich eine telefonische Energieberatung nutzen.

Stuttgart, 08. April 2015

Wüstenrot & Württembergische – Der Vorsorge-Spezialist

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist „Der Vorsorge-Spezialist" für die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung. Im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der börsennotierte Konzern mit Sitz in Stuttgart die Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung als gleichstarke Säulen und bietet auf diese Weise jedem Kunden die Vorsorgelösung, die zu ihm passt. Die rund sechs Millionen Kunden der W&W-Gruppe schätzen die Service-Qualität, die Kompetenz und die Kundennähe von rund 7.600 Innendienst-Mitarbeitern und 6.000 Außendienst-Partnern in Deutschland. Dank eines weiten Netzes aus Kooperations- und Partnervertrieben sowie Makler- und Direkt-Aktivitäten kann die W&W-Gruppe mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland erreichen. Die W&W-Gruppe setzt auch künftig auf Wachstum und hat sich bereits heute als größter unabhängiger und kundenstärkster Finanzdienstleister Baden-Württembergs etabliert.